Wo soll ich mein Depot eröffnen? Ein Broker-Vergleich

Wo soll ich mein Depot eröffnen? Ein Broker-Vergleich

Welcher ist der beste Broker?

Du möchtest ein Depot eröffnen, weißt aber nicht so richtig wo und wie. Häufig stellen sich Börsenneulinge die Frage, welcher der beste Broker für ein neues Wertpapierdepot ist. So leicht ist die Frage allerdings nicht zu beantworten. Jeder Broker hat so seine Vor- und Nachteile. Ebenso hat jeder Anleger andere Anforderungen, Erfahrungen und Wünsche. Man kann also lediglich sagen, dass der beste Broker derjenige ist, der am besten zu den Anforderungen und der Strategie des Anlegers passt.

Die Gebühren und das Produktangebot sind sicher die wichtigsten Kriterien bei der Brokerwahl. Manche legen allerdings auch Wert auf einen guten deutschen Support, die Bedienbarkeit der Webseite oder App, die Verfügbarkeit, die Zuverlässigkeit, Sicherheit usw. Bei Degiro sind beispielsweise die Kosten verhältnismäßig klein, dafür wird allerdings kein außerbörslicher Handel angeboten und anders als die meisten anderen Broker, agiert Degiro nicht als Bank, sondern als Investmentgesellschaft. Dies hat zur Folge, dass die Einlagen nicht auf einem Verrechnungskonto, sondern getrennt von der Bilanz auf einem Sammelkonto verwahrt werden und eine Einlagengarantie von nur bis zu 20.000 EUR gilt. Ob man so viel Kapital dort auf dem Konto liegen haben muss, ohne es zu investieren, ist dann allerdings auch die Frage.

Auf dieser Seite möchte ich einen kleinen Überblick über die wichtigsten Broker geben. Die Seite erweitere ich Stück für Stück um einige Tipps, welcher Broker für welche Strategie besser geeignet ist. Sollten dir wichtige Informationen fehlen, schreibe mir gerne deine Anregungen oder Fragen in die Kommentare.

Welcher Broker ist für ETF-Sparpläne geeignet?

Für viele Einsteiger sind sicher ETF-Sparpläne am interessantesten. Die Angebote und Konditionen für ETF-Sparpläne ähneln sich zumindest grob bei den meisten Direktbanken. Manche Broker bieten ETFs für eine Weile kostenlos an, das heißt es entfallen dann die Kaufgebühren des Brokers. Diese Angebote sind allerdings limitiert und können jederzeit wieder beendet werden. Auch wenn man ein solches Angebot gerne nutzen kann, sollte der Fokus bei der Auswahl nicht auf diesen sogenannten kostenlosen Sparplänen liegen.

Das Wichtigste ist, dass du als Einsteiger überhaupt erst mal mit dem Investierten beginnst. In der Regel ist es am Anfang relativ egal bei welchem Broker du ein Depot eröffnest, solange es ein Online-Broker bzw. eine Direktbank wie beispielsweise Comdirect, Consorsbank, ING oder DKB ist. Falls notwendig, ist ein Wechsel oder ein zweites Depot auch jederzeit möglich.

Falls du Vermögenswirksame Leistungen (VL) von deinem Arbeitgeber bekommst und du möchtest diese in einen ETF investieren, dann geht das aktuell nur über ebase (European Bank for Financial Services GmbH). Finvesto und die Comdirect haben mit ebase eine Kooperation und bieten einige beliebte ETFs an, die für das VL-Depot bespart werden können. Unten findest du noch ein paar Details zu den Konditionen.

Welcher Broker ist für einmalige ETF-Käufe geeignet?

Auch für einmalige ETF-Käufe bieten sich die Online-Broker wie beispielsweise Comdirect, Consorsbank, ING oder DKB an. Falls du für einen größeren Betrag ETFs kaufen möchtest, sind die Kaufkosten nicht mehr so entscheidend. In der Regel werden die Kosten zwischen 5 und 15 EUR liegen. Falls dein Kaufvolumen bei über 1500 EUR liegt, sollten die Kosten in jedem Fall unter 1% des Kaufwerts liegen. In den vergangenen Jahren wurden aufgrund der Kosten häufig 1000 EUR bis 2000 EUR empfohlen. Als Richtwert halte ich 800 – 1000 EUR als kleinste Investitionssumme auch heute noch für sinnvoll. Auf Grund der teilweise sehr günstigen Kosten und Gebühren bei einigen Brokern, kann man heute allerdings auch schon für weit weniger Geld in einen ETF investieren.

Mit dem neuen deutschen Broker Trade Republic* kann man beispielsweise für nur 1 EUR Kosten ETFs kaufen. Auch bei einem Kauf eines ETF im Wert von 100 EUR liegt damit die Kostenquote nur bei 1%.

Für mich persönlich sind einmalige Kosten bis zu 2% des Kaufwerts noch in Ordnung. Wenn möglich versuche ich die Kosten allerdings unter 1% zu halten. Angenommen bei einem Broker kostet der Kauf inklusive der Börsengebühren und sonstigen Kosten 10 EUR, dann müsste ich also mindestens 1000 EUR investieren um eine Kostenquote von unter 1% zu erhalten. Alternativ kann allerdings natürlich auch per Sparplan Stück für Stück investiert werden. Bei der Comdirect und Consorsbank ist dies zum Beispiel auch ohne Aktionssparpläne für nur 1,5% inklusive aller Kosten möglich.

Es gibt auch spezielle Angebote oder Angebote für Neukunden, bei denen unter bestimmten Bedingungen oder zeitlich begrenzt nur sehr geringe Kosten anfallen. Bei der ING gibt es aktuell beispielsweise über 200 ETFs gebührenfrei. Dies ist gültig für alle Kauforder ab einem Ordervolumen von 500 Euro.

Wie ist das mit der Steuer bei einem ETF?

Über die Steuereinfachheit bei ETFs musst du dir seit 2018 keine Gedanken mehr machen. Die Besteuerung wurde angeglichen und im Grunde sind nun alle steuereinfach. Das heißt die Steuern oder die Vorabpauschale werden automatisch von den Banken in Deutschland an das Finanzamt abgeführt. Thesaurierende ETFs haben oberhalb vom Freibetrag noch immer einen kleinen Vorteil durch die Steuerstundung, also der Verschiebung der Steuerzahlung in die Zukunft. Dieser potentielle zukünftige Vorteil ist mit Einführung der Vorabpauschale allerdings deutlich kleiner geworden. Es ist zudem nun bei thesaurierenden ETFs schwieriger nachzurechnen, ob die Vorabpauschale und später die Verrechnung mit der eigentlichen Besteuerung korrekt berechnet und abgeführt wurde. Durch eine sich möglicherweise geänderte Besteuerung in der Zukunft ist zudem der Vorteil gegenüber den ausschüttenden ETFs nicht garantiert.

Ich persönlich mag unter anderem aufgrund der Einfachheit und des stetigen passiven Einkommens lieber ausschüttende ETFs. Für einen langfristigen Vermögensaufbau und vor allem wenn man bereits seinen steuerlichen Freibetrag für Kapitalerträge ausgeschöpft hat, eignen sich auch thesaurierende ETFs. Diese haben den Vorteil, dass die Dividenden im ETF verbleiben und automatisch reinvestiert werden. Bei manchen Banken, wie beispielsweise der Consorsbank, kann man die Ausschüttungen von ETFs allerdings auch automatisch wieder anlegen lassen. Bei anderen Banken lässt sich häufig eine automatische Anpassung (Dynamisierung) der Sparrate einstellen. So hat man zumindest was die automatische Reinvestition der Ausschüttungen angeht keinen Nachteil im Vergleich zu einem thesaurierenden ETF und damit auch keinen großen Unterschied in Bezug auf den Zinseszinseffekt.

Welcher Broker ist für einmalige Aktienkäufe geeignet?

Möchtest du häufiger einmalige Aktienkäufe oder -verkäufe tätigen, solltest du den Fokus auf die Kosten legen und nach einem möglichst günstigen Broker Ausschau halten. Kostengünstige Broker haben allerdings häufig den ein oder anderen Nachteil.

Unterschiede gibt es zum Beispiel bei der Behandlung der Steuern, beim Support und bei den Kosten, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ersichtlich sind. Gerade bei den günstigen Brokern, solltest du daher immer das Preis-Leistungsverzeichnis ganz genau anschauen.

Wie bei den einmaligen ETF-Käufen solltest du die Kosten auf Basis deines Kaufvolumens berechnen und dann entscheiden. Eine Investitionssumme von 800 – 1000 EUR oder noch besser eine Kostenquote von unter 1%, ist auch hier ein guter Richtwert. Bei Kosten von 1 EUR, wie sie beispielsweise bei Trade Republic* anfallen, kann es so auch sinnvoll sein, Aktien im Wert von nur 100 EUR zu kaufen, denn die Kostenquote beträgt trotzdem lediglich 1%.

Neben den Kosten solltest du bei einmaligen Aktienkäufen auch auf dein Depotvolumen bzw. auf dein Risikomanagement achten. Wenn du beispielsweise 5000 EUR in nur 2 verschiedene DAX-Unternehmen investieren möchtest, sind deine Kosten zwar sehr klein, aber dein Risiko sehr hoch. Mit 20 verschiedenen Aktiensparplänen zu je 25 EUR könntest du dir innerhalb von 10 Monaten mit 5000 EUR bereits ein recht gut diversifiziertes Aktienportfolio aufbauen, ohne dass du dir groß über den Kaufzeitpunkt Gedanken machen musst. Bei der Comdirect oder der Consorsbank ist dies mit einer Kostenquote von nur 1,5% möglich.

Welcher Broker ist für Aktiensparpläne geeignet?

Das Angebot an Aktiensparplänen ist noch recht eingeschränkt. Inzwischen gibt es allerdings bereits einige Broker, die diese Anlagemöglichkeit anbieten. Schon seit ein paar Jahren ist dies mit einem recht großen Angebot bei der Consorsbank möglich. Das Angebot bei der Comdirect ist ebenfalls erweitert geworden. Vor allem diese beiden Online-Banken sind bezogen auf das Angebot und die Kosten bei Aktiensparplänen führend. Auch bei der ING gibt es Aktiensparpläne zu ganz ordentlichen Konditionen.

Aktuell sind mir folgende Broker bekannt, bei denen Aktiensparpläne angeboten werden:

  • Consorsbank (1,5 % Kosten)
  • Comdirect (1,5 % Kosten)
  • ING (1,75 % Kosten)
  • Targobank (2,5 % / mind. 1,50 €, max. 3 € Kosten / keine Bruchstücke)
  • S-Broker (2,5 % / keine Bruchstücke)

Welcher Broker ist für eine Dividendenstrategie geeignet?

Für Anleger mit einer Dividendenstrategie können sich bei den verschiedenen Brokern Nachteile durch zusätzliche Kosten bei den Dividendenauszahlungen ergeben. Bei Flatex fallen beispielsweise relativ geringe Trading-Kosten an. Dafür gibt es auf dem Cash-Konto allerdings einen Negativzins und es werden Gebühren bezogen auf den Wert des Depots erhoben.

Manche Broker erheben auch zusätzliche Gebühren für Tax-Vouchers, die zum Beispiel für die Rückerstattung der Quellensteuer bei schweizer Unternehmen benötigt werden. Bei der Consorsbank werden Tax-Vouchers hingegen kostenlos und automatisch über das elektronische Postfach zur Verfügung gestellt.

Broker-Vergleich

Comdirect

Die comdirect bank AG gehört zu den größten Direktbanken in Deutschland und betreut mehr als 2,7 Millionen Privatkunden. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994, hat sich die comdirect mittlerweile zu einer Vollbank entwickelt. Seit 2000 war die comdirect bank AG börsennotiert. Sie wurde 2020 allerdings durch ein Squeeze Out Verfahren komplett von der Commerzbank AG übernommen.

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 600 ETFs, davon über 130 Aktions-ETFs gebührenfrei
– Gebühren: die Kosten betragen 1,5% für jede Sparplanausführung (min. 25 EUR / 10.000 EUR)
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: etwa 200 Sparpläne vor allem für deutsche Unternehmen möglich (DAX 30, MDAX, TecDAX, SDAX)
– Gebühren: die Kosten betragen 1,5% für jede Sparplanausführung (min. 25 EUR / keine Maximal-Sparrate)
Fazit
Mit über 600 sparplanfähigen ETFs und einem wachsenden Aktien-Sparplanangebot zu recht günstigen Konditionen ist die Comdirect gut für Einsteiger und Kleinanleger geeignet. Auch die Bedienung der Webseite und der Support der Comdirect hat mich überzeugt. Seit vielen Jahren nutze ich das Depot und auch Girokonto bei der Comdirect.

Achtung: Es fällt ein Umschreibeentgelt für alle deutschen Namensaktien an. Man kann zwar der Eintragung ins Namensregister widersprechen, die Gebühren werden allerdings trotzdem erhoben. Die Gebühr beträgt aktuell 95 Cent pro Eintragung. Bei Inhaberaktien fällt diese Gebühr natürlich nicht an.
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Consorsbank

Mit etwa 1,5 Millionen Kunden ist die Consorsbank eine der größten Direktbanken in Deutschland. Seit 2002 gehört die Consorsbank zur französischen BNP Paribas. Im Dezember 2014 wurde Cortal Consors in Consorsbank umbenannt. Bereits 2016 wurde die DAB Bank in die Consorsbank eingegliedert.

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 550 ETFs, davon über 280 Aktions-ETFs gebührenfrei
– Gebühren: die Kosten betragen 1,5% für jede Sparplanausführung (min. 25 EUR / keine Maximal-Sparrate)
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: über 400 Sparpläne für viele internationale Unternehmen möglich (STOXX Global 150, NASDAQ-100, DAX 30, MDAX sowie eine große Auswahl internationaler Aktien & REITs.)
– Gebühren: die Kosten betragen 1,5% für jede Sparplanausführung (min. 25 EUR / keine Maximal-Sparrate)
Fazit
– Durch die Gebührenstruktur und die niedrige Mindestsparrate, sowohl dem großen Angebot und der übersichtlichen Webseite zählt die Consorsbank zu meinen Favoriten bei den Depotbanken.
– Auch bei der Auswahl der Aktien-Sparplänen ist die Consorsabnk führend.
– Eine Besonderheit ist die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen.
– Auch der kostenlos abonnierbare Monatsbericht für das Depot habe ich bisher nur bei der Consors gesehen.
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ING

Die ING ist mit über 9 Millionen Kunden die größte Direktbank und drittgrößte Privatbank in Deutschland und gehört zur niederländischen Direktbanken-Gruppe ING Groep N.V..

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 700 ETFs, davon über 120 ETFs gebührenfrei
– Gebühren: Die Kosten betragen 1,75% pro Sparplanausführung. (min. 50 EUR / max. 5.000 EUR)
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: Über 450 Sparpläne für deutsche und internationale Unternehmen möglich (DAX 30 und bekannte Global Player)
Fazit
– Mit der großen ETF-Auswahl und dem Gebührenmodell vor allem für Einsteiger und Kleinsparer, die bis zu 150 Euro pro Monat sparen möchten, geeignet.
– Die Standardkonditionen von 1,75 Prozent pro Sparrate liegen nur knapp hinter der comdirect Bank und Consorsbank mit 1,5 Prozent.
– Besonderheit: Bei der ING ist die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen ab einem Ausschüttungsbetrag von 75 Euro möglich.
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DKB

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) wurde 1990 gegründet und ist mit mehr als 4,2 Millionen Privatkunden die zweitgrößte Direktbank Deutschlands.

Bei der DKB Bank kosten ETF Sparpläne unabhängig von der Sparrate pro Ausführung regulär 1,50 Euro. Damit zählen die Standardgebühren ab Sparraten von bereits 100 Euro zu den günstigsten am Markt.

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 800 ETFs
– Gebühren: Die Kosten sind unabhängig von der Sparrate und betragen 1,5 EUR pro Sparplanausführung. (min. 50 EUR / max. 100.000 EUR)
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: keine Aktiensparpläne verfügbar
Fazit
– Aufgrund der Flat Fee von 1,5 EUR für ETF Sparplanraten von mehr als 100 EUR geeignet. Zusätzlich gibt es eine Aktion von über 100 ETFs zu einem reduzierten Entgelt von 0,49 Euro pro Sparplanausführung.
– Die Webseite für das Depot ist bei der DKB nicht ganz so übersichtlich gestaltet, wie bei der Comdirect oder Consorsbank. Durch die Flat Fee ist die DKB aber für Anleger mit höheren Sparraten geeignet.
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onvista Bank

Die onvista bank ist ein Discount Broker und Marke der comdirect bank AG, die zum Commerzbank-Konzern gehört. Sie ist eng mit dem Finanzportal onvista.de verbunden.

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 140 ETFs
– Gebühren: die Kosten betragen 1,0 EUR pro Sparplanausführung (min. 50 EUR / max. 500 EUR)
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: keine Aktiensparpläne verfügbar
Fazit
– Onvista bietet mit der Flat-Fee von 1 Euro pro Sparplanausführung günstige Pauschalgebühren für ETF Sparplan-Angebote an. -> Für Sparplanraten von mehr als 75 EUR geeignet.
– Aufgrund der günstigen Preise im Festpreis-Depot gut für einzelne Aktien- oder ETF-Käufe geeignet.
– Ich finde die Benutzeroberfläche recht gewöhnungsbedürftig. Ansonsten ist onvista aber gut für Einsteiger geeignet.
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European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) / finvesto

Die European Bank for Financial Services (kurz Ebase) ist ein deutsches Kreditinstitut mit einer Spezialisierung auf die Vermögensverwaltung und Investmentdepots für Anleger, die von Kooperationspartnern zugeführt werden. Seit 2019 ist das Unternehmen eine Tochtergesellschaft des britischen Finanzdienstleisters FNZ Group.

Finvesto ist ein Angebot für Anleger mit Fokus auf Investmentfonds sowie eine Marke der European Bank for Financial Services. Finvesto bietet verschiedene Leistungen im Bereich der Vermögensanlage mit Investmentfonds und ETFs an. Die Geschichte geht zurück auf die 1949 gegründete ADIG Allgemeine Deutsche Investment-Gesellschaft.

ETF Sparpläne
– Anzahl Fonds: rund 8.000 Fonds
– Anzahl ETFs: über 900 ETFs
Anzahl sparplanfähiger ETFs: rund 900 ETFs
Anzahl sparplanfähige Fonds: > 7.000 Fonds
– Sparraten: schon ab 10 Euro
– Gebühren: geringes volumenabhängiges Transaktionsentgelt -> auch für kleine Sparplanraten geeignet

Vermögenswirksame Leistungen
Anzahl VL-fähige Fonds: > 900 Fonds
Anzahl VL-fähiger ETFs: mehr als 280 ETFs für die Anlage der Vermögenswirksame Leistungen
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: keine Aktiensparpläne verfügbar
– keine Aktien verfügbar
Fazit
– sehr kleine Gebühren, aber dafür Depotgebühren von 15 EUR p.a. für das Basis Depot mit einer Depotposition / 10 EUR p.a. für das VL Depot (weitere Informationen)
– gut für Vermögenswirksame Leistungen geeignet (VL Depot / Fondssparplan)
– man kann die ETF Auswahl und die Depot-Eröffnung in einem Schritt erledigen

Achtung: Online beauftrage Transaktionen für Kauf/Verkauf sind kostenlos, es fallen aber ETF-Transaktionsentgelt in Höhe von 0,2% des Transaktionsvolumens an. Bei 1000 EUR Transaktionsvolumen sind das nur 2 EUR, bei 10.000 EUR immerhin schon 20 EUR. Weitere Informationen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand: 01.05.2020)
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Flatex

Seit 2006 ist Flatex als Discount Broker am Markt und zählt mit über 310.000 Kunden in Deutschland und Österreich zu den mittelgroßen Online Brokern. Die flatex GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der FinTech Group AG mit Sitz in Frankfurt.

ETF Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger ETFs: über 750 ETFs sparplanfähig, davon über 350 ETFs gebührenfrei
– Gebühren: Die Kosten betragen 1,5 EUR pro Sparplanausführung. -> für Sparplanraten von mehr als 100 EUR geeignet
Aktien Sparpläne
Anzahl sparplanfähiger Aktien: keine Aktiensparpläne verfügbar
– Aufgrund der günstigen Handelspreise aber gut für Einzelaktienkäufe geeignet
Fazit
– Die Kosten für den Handel sind bei Flatex relativ klein, jedoch können unerwartet zusätzlich Kosten anfallen, wenn man sich das Preis- Leistungsverzeichnis nicht genau durchgelesen hat (siehe unten). Flatex sehe ich daher eher als geeignet für Fortgeschrittene und Trader.
– Flatex.at ist evtl. eine Option für Investoren aus Österreich.

Achtung:
– Negativer Einlagenzins auf das Kontoguthaben ab dem ersten Euro
– Die Ausstellung von Tax Vouchers (pro Dividendenzahlung und Depot) kostet 5,90 EUR.
– Für Einladungen zu Hauptversammlungen bei Inhaberaktien entstehen Kosten in Höhe von 5,90 EUR.
Flatex ist weniger für eine Dividendenstrategie geeignet, da für ausländische Dividendenauszahlungen von mehr als 15 EUR Gebühren von derzeit 5,90 EUR verlangt werden. Als ausländische Unternehmen zählen alle außerhalb von Deutschland und Österreich, da das Unternehmen in diesen Ländern einen Firmensitz hat. Ausschüttende ETFs sind davon nicht betroffen. Seit 01.03.2020 fällt die Gebühr für Dividendenausschüttungen nicht mehr an. Seitdem verlangt Flatex allerdings eine Depotgebühr von 0,1 % pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer auf den Wertpapierbestand.
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Trade Republic

Das Berliner Unternehmen Trade Republic wurde 2015 gegründet und startete 2019 als reine Smartphone App am Markt. Durch den Einsatz moderner Technologien und schlanken Bankprozessen schafft es das Fintec Unternehmen die Kostenvorteile an die Kunden weiterzugeben. Für den Handel von Wertpapieren wird auf die Provisionen verzichtet, es fällt lediglich eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro pro Order an.

Trade Republic arbeitet mit Partnern wie HSBC für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte und solarisBank für die Verwahrung der Kundengelder zusammen. Das Unternehmen verfügt über eine deutsche Banklizenz und wird von der Bundesbank, sowie der BaFin überwacht.

ETFs
Anzahl sparplanfähiger ETFs: 323 kostenlose ETF Sparpläne von iShares. Allerdings sind aktuell nur iShares ETFs für Sparpläne im Angebot.
– Gebühren: Die Kosten betragen 0,0 EUR pro Sparplanausführung (min. 25 EUR / max. 5.000 EUR)
Aktien
Anzahl sparplanfähiger Aktien: keine Aktiensparpläne verfügbar
– Aufgrund der günstigen Handelspreise aber gut für Aktienkäufe ohne Sparplan geeignet. Über 6.500 deutsche und inter­nationale Aktien sind über Lang und Schwarz handelbar.
Fazit
– Die Kosten betragen nur 1 EUR pro Kauf oder Verkauf für Aktien und ETFs. Aufgrund der günstigen Preise ist das Depot gut für Einzelkäufe oder auch ETF Sparpläne für iShares ETFs geeignet.
– Mittlerweile wird auch keine Gebühr mehr für ausländische Dividendenauszahlungen erhoben, so dass das Depot auch für Dividendeninvestoren geeignet ist.
– Die Depot-Eröffnung ist im Gegensatz zu herkömmlichen Banke in wenigen Minuten erledigt.
– Die Newcomer Depotbank aus Deutschland ist aktuell allerdings nur als mobile App verfügbar und hatte bei größeren Handelsvolumina zuletzt einige technische Schwierigkeiten. Regelmäßige Updates bezeugen aber, dass das junge Unternehmen fleißig an Verbesserungen und Erweiterungen arbeitet.
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